Leistungsspektrum

Chirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Robert Grützmann, MBA

Operationsschwerpunkte

Onkologische Tumorchirurgie:

  • Tumoren von Speiseröhre, Magen, sowie Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm;
  • Tumoren der Leber, Gallenblase und Gallenwege sowie der Bauchspeicheldrüse;
  • Haut- und Weichteiltumoren, Metastasen, Weichteiltumoren, Regionale Chemotherapie bei Hauptkrebs (malignen Melanomen) und Weichteilsarkomen;
  • Nebennierentumoren;
  • Tumorchirurgie des Bauchfells (HIPEC bei Peritonealkarzinose).

Gastrointestinale Chirurgie:
Gallenblase, Gallenwege, Bruchleiden, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm, Metastasen, Koloproktologische Erkrankungen.

Endokrine Chirurgie:
Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse.

Endoskopische Chirurgie (minimal-invasive Chirurgie):
Gallenblase, Magen (einschließlich krankhafter Fettsucht und Refluxkrankheit), Nebennieren, Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm, Pankreas, Leber, Milz.

Transplantationen:
Leber, Bauchspeicheldrüse.

Ambulante Operationen (Lokal- oder Vollnarkose):

  • Hernien
  • Koloproktologische Erkrankungen
  • Portkatheter (zentralvenöser Zugang für die längerfristige Gabe von Medikamenten oder zur Ernährung über die Vene)
  • Hauttumoren und oberflächliche Weichteiltumoren
  • sonstige Kurzeingriffe.

Spezielle Tumorchirurgie

Für die Patienten bedeuten spezielle Behandlungsverfahren, wie beispielsweise bestimmte Tumoroperationen bei Mastdarmgeschwülsten, eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Die Chirurgische Klinik in Erlangen nimmt bezüglich der Heilungserfolge und der Raten des Schließmuskelerhalts eine international anerkannte Spitzenposition und Führungsrolle ein. So hat die Entwicklung modernster Operationsmethoden dazu geführt, dass innerhalb der letzten 10 Jahre bei Tumoren im Mastdarm nahe dem Schließmuskelapparat die Rate der dauerhaften künstlichen Ausgänge um die Hälfte reduziert werden konnte. Die außerordentlich hohe Qualität in der Behandlung dieser Tumorpatienten hat inzwischen dazu geführt, dass auswärtige Institutionen und Kostenträger die Chirurgische Universitätsklinik in Erlangen als Referenzzentrum bei dieser Erkrankung ansehen.

Eine Besonderheit in der Behandlung von Tumorpatienten in Erlangen stellt die direkte Verbindung und Kooperation mit dem Tumorregister dar. In einer Datenbank von Tumorpatienten, die weltweit zu den größten zählt, lassen sich die Ergebnisse der Tumorbehandlungen ständig überprüfen und perfektionieren. Damit kann in den operativen Behandlungsverfahren von Tumorpatienten eine optimale Qualitätssicherung gewährleistet werden.

Ausgewählte Operationsverfahren

Durch den Einsatz modernster Operationstechniken (laparoskopische Chirurgie bzw. minimal-invasive Chirurgie, z.T. robotergestützte OP) kann das Risiko von eingreifenden und mit relevanten Komplikationsmöglichkeiten verbundenen Operationen auf ein Minimum reduziert werden. Dies betrifft vor allem operative Eingriffe bei Zwerchfellbrüchen sowie die Behandlung krankhafter Fettleibigkeit bis hin zur Leber-Teilentfernung. Bei Dick- und Mastdarmerkrankungen sowie bei Beckenbodenschwäche werden weitere spezielle Operationsverfahren wie Muskelverpflanzung oder Schrittmachereinpflanzung zur Stärkung des Afterschließmuskels zur Anwendung gebracht.

Transplantationen

Erlangen gehört zu den Bayerischen Transplantationszentren. Trotz der anhaldenden Problematik verfügbarer Spenderorgane nehmen die Transplantationen von Leber und Bauchspeicheldrüse wie auch die Nierenverpflanzung einen uneingeschränkt hohen Stellenwert ein.