Stoma

Chirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Robert Grützmann, MBA

Stoma

Für die Stomamarkierung vor der OP ist der Chirurg verantwortlich. Der Arzt kann das Anzeichnen aber an erfahrene Stomatherapeuten delegieren, die gemeinsam mit dem Patienten die beste Stelle ausfindig machen. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Der Begriff "Stoma" (griechisch Mund/Öffnung) charakterisiert eine operativ angelegte Körperöffnung, bei der Darm oder Harnleiter auf die Bauchdecke ausgeleitet werden. Je nach ausgeleitetem Darmanteil spricht man von einem Dünndarmstoma (Ileostomie) oder Dickdarmstoma (Colostomie). Ein Stoma zur Harnableitung wird als Urostomie bezeichnet.

Stomata können vorübergehend oder für immer angelegt werden. Vorübergehende Stomata werden eingerichtet, um komplizierte Nahtverbindungen des Darms zu schützen oder in einer bestimmten Krankheitssituation eine Darmnaht zu vermeiden. Dauerhafte Stomata müssen angelegt werden, wenn Darmabschnitte entfernt werden und keine Wiederherstellung einer Darmverbindung möglich ist.

Stomata haben keine Schließmuskelfunktion und müssen daher mit speziellen Beutelsystemen versorgt werden. Um eine sichere Abdichtung und Haftung der Materialien zu gewährleisten und die Haut vor Stuhl oder Urin zu schützen, sind die Beutelsysteme mit speziellen Hautschutzmaterialien kombiniert. Dadurch ist eine sichere, diskrete und geruchsdichte Versorgung möglich. Speziell ausgebildete Pflegeexperten (Stomatherapeuten) wählen die für Sie richtige Versorgung, schulen Sie in der Selbstversorgung und beraten Sie zum "Leben mit dem Stoma". Diese Betreuung und Unterstützung erhalten Sie vor und nach der Operation.

Stomatherapie – was ist das? - Körper, Krankheit, kein Tabu

Der kanyo® Gesundheitspodcast

 
Sektion Koloproktologie

Leiter: Prof. Dr. med. Klaus Matzel

Kontakt Koloproktologie

Terminvereinbarung:
09131 85-33332

Sekretariat:
09131 85-36169

Telefonische Erreichbarkeit:
Mo - Fr: 08.00 - 16.00 Uhr